Weidevorbereitung im Frühjahr – So starten Sie optimal in die Koppel-Saison

Weidevorbereitung im Frühjahr – So starten Sie optimal in die Koppel-Saison

Das Ende des Winters ist die ideale Zeit, um Ihre Zeit gezielt auf die kommende Koppel-Saison vorzubereiten. Eine zukünftige Pflege stellt sicher, dass der Boden gesund bleibt und Gräser sowie Kräuter bestmöglich gedeihen. So schaffen Sie die Grundlage für eine nährstoffreiche und belastbare Weide, die Ihren Pferden langfristig eine gute Futtergrundlage bietet.

1. Weidebestand prüfen und Bodenpflege durchführen

Nach den Wintermonaten sollten die Weide sorgfältig auf Schäden untersucht werden:

  • Winterschäden kontrollieren: Durch Frost können Böden aufgebrochen oder hochgefroren sein, was zu Unebenheiten und Lücken in der Grasnarbe führt.
  • Maulwurfshügel beseitigen: Diese sollten eingeebnet werden, um Verletzungsrisiken für die Pferde zu vermeiden.
  • Verfilzte Pflanzenreste entfernen: Das Auskämmen abgestorbener Pflanzen fördert die Durchlüftung der Grasnarbe.

Striegeln und Abschleppen der Weide
Eine der wichtigsten Maßnahmen im Frühjahr ist das Striegeln oder Abschleppen der Weide. Dadurch werden Pflanzenreste verteilt, Moos und Unkraut entfernt und die Bodenstruktur aufgelockert. Dabei sollte jedoch mit Bedacht vorgegangen werden, um die Grasnarbe nicht zu beschädigen, da dies das Wachstum von unerwünschten Unkräutern begünstigen könnte.

Bodenverdichtung durch Walzen
Auf moorigen oder durch Frost aufgebrochenen Böden kann ein Walzen sinnvoll sein. Dabei wird der Boden verdichtet, sodass:

  • Kapillare im Boden werden wieder geschlossen , wodurch Wasser besser gespeichert wird.
  • Gräser eine bessere Bestockung entwickeln , was die Bildung von dichten, blühenden Sprossen fördert.

 

2. Lücken in der Grasnarbe ausgleichen – Nachsaat und Gräserwahl

Besonders nach einem nassen Winter entstehen oft kahle Stellen, die dringend nachgesät werden sollten.

Die richtige Saatgutmischung wählen

  • Wiesenrispe: Gut an kalten Winter und trockenen Sommer angepasst, jedoch langsames Wachstum.
  • Deutsches Weidelgras: Wächst schnell, leidet jedoch bei längeren Trockenperioden, kann sich aber oft gut erholen.
  • Knaulgras oder Wiesenschwingel: Diese Sorten sind robust gegenüber Trockenheit und sorgen für eine widerstandsfähige Grasnarbe.

Nach dem Aussaat ist es wichtig, dass Pferde die Fläche für einige Wochen nicht betreten, damit die Keimlinge ungestört wachsen können.

3. Weide düngen – Bedarfsgerechte Nährstoffversorgung

Eine ausgewogene Düngung verbessert die Futterqualität und stärkt die Weide gegen Unkräuter. Vor der Düngung empfiehlt sich eine Bodenanalyse , um den Nährstoffgehalt zu prüfen.

Wichtige Nährstoffe für die Weide:

  • Kalk: Reguliert den pH-Wert des Bodens.
  • Kalium: Fördert das Wurzelwachstum und erhöht die Trockenheitsresistenz.
  • Magnesium: Unterstützt die Fotosynthese und verbessert die Nährstoffaufnahme der Pflanzen.
  • Schwefel und Phosphor: Fördern die Entwicklung stabiler Gräser.

Die Ausbringung des Düngemittels sollte gemäß der länderspezifischen Düngeregelungen erfolgen, um eine umweltgerechte Nutzung sicherzustellen.

4. Bodenbefestigung für Tränkplätze und Unterstände

Neben einer guten Weidepflege ist auch die Stabilität von stark frequentierten Bereichen wie Tränkestellen und Unterständen entscheidend.

  • Diese Flächen sind oft stark beansprucht und neigen zur Bildung von Matsch.
  • Feuchte, matschige Böden erhöhen das Risiko für Hufkrankheiten und bakteriellen Infektionen.

Paddockplatten als Lösung für stabile Flächen

  • Sorgen für eine sichere Entwässerung und verhindern Matschbildung.
  • Erhöhen Sie die Trittsicherheit und bieten Sie einen festen Stand für die Pferde.
  • Kann mit oder ohne Unterbau verlegt werden, je nach Bodenbeschaffenheit.

Fazit – Jetzt die Weide für den Frühling vorbereiten

Eine rechtzeitige Weidevorbereitung stellt sicher, dass Pferde über die gesamte Saison hinweg eine stabile, nährstoffreiche und belastbare Koppel nutzen können.

Weidebestand kontrollieren: Schäden beseitigen, Grasnarbe auflockern, Boden stabilisieren.
Nachsaat vornehmen: Lücken schließen und robuste Gräser für Trockenzeiten wählen.
Gezielt düngen: Nährstoffhaushalt des Bodens optimieren, um das Pflanzenwachstum zu fördern.
Tränkplätze und Unterstände befestigen: Paddockplatten verhindern Matschbildung und sorgen für trockene, sichere Bereiche.

Eine gut gepflegte Weide verbessert nicht nur die Futterqualität, sondern schützt auch die Gesundheit Ihrer Pferde. Lassen Sie sich gerne von uns zu geeigneten Bodenlösungen für Ihre individuellen Weideflächen beraten.

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