Wintermüdigkeit bei Pferden – So bleibt Ihr Pferd fit und aktiv
Die langen Wintermonate sind für viele Pferde eine Herausforderung. Weniger Tageslicht, kalte Temperaturen und eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten können dazu führen, dass Pferde müde, steif oder weniger motiviert erscheinen. Doch mit gezielten Maßnahmen können Sie Ihr Pferd dabei unterstützen, aktiv und gesund durch den restlichen Winter zu kommen.
Warum werden Pferde im Winter müde?
Weniger Bewegung:
Kürzere Tage und schlechtes Wetter bedeuten oft weniger Ausritte und Trainingseinheiten.
Pferde bewegen sich auf rutschigem oder vereistem Boden vorsichtiger und stehen mehr herum.
Nährstoffmangel:
Durch Heufütterung im Winter fehlen frische Weidegräser, die wichtige Vitamine und Mineralstoffe liefern.
Ein Mangel an Vitamin D, Magnesium oder Spurenelementen kann zu Energielosigkeit führen.
Wetterbedingte Belastung:
Starke Temperaturschwankungen können den Stoffwechsel belasten.
Kälte kostet zusätzliche Energie, die nicht immer durch die Winterfütterung ausgeglichen wird.
Hormonumstellung:
Weniger Tageslicht beeinflusst den Biorhythmus des Pferdes.
Ähnlich wie beim Menschen kann es zu einer „Wintermüdigkeit“ kommen.
1. Bewegung fördern – auch im Winter
Damit Ihr Pferd fit bleibt, sollte es auch in den Wintermonaten ausreichend Bewegung bekommen.
Regelmäßiges Training:
Auch wenn das Wetter ungemütlich ist, sollten leichte Trainingseinheiten nicht ausfallen.
Abwechslungsreiches Training motiviert das Pferd und hält Muskeln und Gelenke geschmeidig.
Ausritte ins Gelände:
Geländeritte sind eine gute Möglichkeit, das Pferd in Bewegung zu halten.
Wenn der Boden rutschig ist, kann ein Schritt-Ausritt mit Bergauf- und Bergab-Passagen sinnvoll sein.
Arbeit an der Longe oder Bodenarbeit:
Leichte Gymnastizierung hilft, Muskeln und Sehnen zu lockern.
Bodenarbeit mit Stangen und Cavaletti fördert die Koordination.
Freilauf und Sozialkontakte:
Pferde, die regelmäßig mit Artgenossen spielen, bewegen sich natürlicher und bleiben beweglicher.
Falls der Paddock vereist oder matschig ist, können alternative Bewegungsmöglichkeiten geschaffen werden, zum Beispiel eine befestigte Fläche mit Paddockplatten.
2. Ernährung anpassen – Energie und Nährstoffe richtig dosieren
Eine optimale Ernährung unterstützt den Energiehaushalt und beugt Wintermüdigkeit vor.
Raufutter als Basis:
Hochwertiges Heu ist essenziell für eine gute Verdauung und liefert langsam verfügbare Energie.
Falls das Pferd Gewicht verliert, können zusätzlich eingeweichte Rübenschnitzel oder Luzerne gefüttert werden.
Mineralien gezielt ergänzen:
Magnesium unterstützt die Muskel- und Nervenfunktion.
Zink und Selen stärken das Immunsystem und helfen beim Fellwechsel.
Vitamin E und Omega-3-Fettsäuren fördern die Muskelregeneration und helfen gegen Steifheit.
Vitamin D wird in dunklen Wintermonaten weniger produziert und kann ergänzt werden.
Frische Nährstoffquellen nutzen:
Karotten, Äpfel oder Kräuter wie Brennnessel und Hagebutte liefern wertvolle Vitamine.
Leinsamen oder Leinöl fördern die Verdauung und liefern zusätzliche Energie.
Vorsicht mit Getreide:
Zu viel Kraftfutter kann zu Übersäuerung oder Stoffwechselproblemen führen.
Falls nötig, sollte das Kraftfutter an die reduzierte Trainingsintensität angepasst werden.
3. Stall und Paddock – Wohlfühlfaktoren im Winter
Gute Bodenverhältnisse schaffen:
Ein rutschfester und trockener Untergrund motivierte Pferde, sich mehr zu bewegen.
Paddockplatten oder ein geeigneter Reitboden verhindern Rutschgefahr und matschige Stellen.
Frische Luft und Licht nutzen:
Frischluft ist wichtig, um das Immunsystem zu stärken.
Pferde sollten so viel wie möglich Tageslicht bekommen. Eine gut beleuchtete Stallgasse oder zusätzliche Lichtquellen können helfen.
Ruhige Erholungsphasen bieten:
Stress kann ebenfalls zu Trägheit führen. Ein ruhiger Futterplatz und eine entspannte Herdenstruktur sind wichtig.
Falls das Pferd im Offenstall lebt, sollten windgeschützte Rückzugsorte vorhanden sein.
4. Mentale Abwechslung für mehr Motivation
Spiel und Beschäftigung:
Pferde sind neugierig. Kleine Beschäftigungen wie Heunetze, Futterbälle oder Kräutersuche sorgen für Abwechslung.
Tricktraining oder Clickertraining können eine sinnvolle Ergänzung zum Wintertraining sein.
Trainingsziele setzen:
Gerade in den Wintermonaten kann man an Feinheiten arbeiten, zum Beispiel an der Versammlung oder Taktreinheit.
Kleine Ziele helfen, motiviert zu bleiben und das Training abwechslungsreich zu gestalten.
Kognitive Herausforderungen:
Trail-Elemente, Balanceübungen oder neue Kommandos halten das Pferd mental aktiv.
Fazit – Fit durch den Winter
Wintermüdigkeit bei Pferden ist ganz normal, aber mit den richtigen Maßnahmen können Sie Ihr Pferd dabei unterstützen, gesund und aktiv zu bleiben.
Bewegung fördern: Ausreiten, Longieren, Bodenarbeit oder freies Spielen im Paddock
Richtige Ernährung: Hochwertiges Heu, gezielte Mineralien und gesunde Futterergänzungen
Optimale Stall- und Paddockbedingungen: Rutschfeste Böden, Frischluft und ausreichend Licht
Mentale Abwechslung: Spielerische Beschäftigung und neue Trainingsreize
So startete Ihr Pferd gestärkt in den letzten Winterwochen und ist bereit für den Frühling.
Wenn Sie Ihren Paddock oder Reitplatz für den Übergang ins Frühjahr optimieren möchten, beraten wir Sie gerne zu Paddockplatten, Bodenbefestigung und Wassermanagement. Kontaktieren Sie uns für individuelle Lösungen.
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